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Marxismus und Ökologie

Zitat:
„Klar ist allerdings, dass es nicht ausreichen wird, nur anders zu produzieren. Um den Klimawandel in einem halbwegs verträglichen Maß zu halten, wird auch eine massive Verringerung des Ressourcenverbrauchs notwendig sein. Das bedeutet auch, dass Lebens- und Konsummuster sich verändern werden (müssen). Die vorherrschenden Konsummuster haben ohnehin nur sehr wenig mit individuellen Entscheidungen zu tun, sondern sind vielmehr Ausdruck kapitalistischer Verhältnisse. Denn Konsum bedeutet auch Profit. Wenn die Produktion aber unter ArbeiterInnenkontrolle stattfindet, stellt sich die Veränderung von Konsummustern gänzlich anderes dar, als unter kapitalistischen Zwangsverhältnissen.

Zurückzuweisen gilt es jedenfalls Vorstellungen, in denen Verzicht und ein „bescheidenes“ Leben als erstrebenswerte Ziele oder Werte an sich ausgegeben werden. In einer nachkapitalistischen, sozialistischen Gesellschaft soll die Produktion letztlich der Befriedigung aller Bedürfnisse dienen. Wir wollen eine höhere Stufe der Organisation von Produktion und nicht zurück zur Subsistenzwirtschaft. Die Entwicklung der Produktivkräfte, also die treibende Kraft für die Verbesserung des Lebensstandards, darf aber nicht im Sinn von bloß quantitativem Wachstum gesehen werden. Damit würde man/frau das kapitalistische Wachstumsmodell einfach nur auf eine nachkapitalistische Gesellschaft umlegen. Entwicklung der Produktivkräfte heißt auch Formen und Wege der Organisation der Produktion und des Lebens zu finden, die höhere Qualität ermöglichen – und dazu zählt auch die Sicherung unserer natürlichen Lebensgrundlagen über Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit.

Nach dem gesagten erscheint es unrealistisch, dass ein Gesamtkonzept für eine „grüne“ Reform des Kapitalismus jemals eine Umsetzung finden wird. Es lassen sich aber in einzelnen Ländern Elemente eines Ausbaus von erneuerbaren Energieträgern ausmachen. Solche Konzepte werden gerade unter dem Blickwinkel von Versorgungssicherheit und Energieautarkie interessant; und diese kann und soll auch durch erneuerbare Energien garantiert werden. Auf jeden Fall werden in Zukunft, nun auch mit den Argumenten „Klimaschutz“ und „Umweltverträglichkeit“, weitere Angriffe auf die Lohnabhängigen zukommen. Darauf gilt es vorbereitet zu sein und dem ökologischen Diskurs der Herrschenden eine antikapitalistische, revolutionäre Perspektive zur Lösung der ökologischen Krise entgegenzustellen.“

Quelle: http://www.sozialismus.net//content/view/1242/127/

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