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Prekariat und Wahlk(r)ampf

PREKARIAT UND KLASSENKAMPF

die wahren aufgaben im wahlk(r)ampf:

Zitat:
„Die gewerkschaftliche Aufgabenstellung im Kampf gegen Unterbezahlung und Ausdehnung der Arbeitszeit.

Von Reinhold Schramm

Ein unvollständiger Abriss zur Realität der zunehmenden Minilöhne, Billiglöhne, Niedriglöhne, Hungerlöhne und der Ausdehnung und Erweiterung der Arbeitszeit in privaten Unternehmen, staatlichen und ausgelagerten ‚halbstaatlichen‘ Einrichtungen.
Externe Mitarbeiter bei „Lidl“: 300 Arbeitsstunden im Monat, 12 Stunden am Tag, 6-Tage Woche, Bruttostundenlohn unter 6 Euro, aktuell, im Jahr 2009. – Natürlich ist diese Tatsachenbehauptung für die beauftragte Geschäftsleitung – nicht nur bei „Lidl“ – eine ‚Unwahrheit‘; deren gutbezahlte ‚Rechtsverdreher‘ finden auch bei ‚ihrer‘ Justiz die Bestätigung hierfür!
Nicht nur beim „JobCenter Tempelhof-Schöneberg“: externe Mitarbeiter, Wachleute, Bruttostundenlöhne unter 6,50 Euro – plus „Aufstockung: Hartz IV“ – trotz Arbeit in Vollzeit – im Jahr 2008. – Natürlich auch ein ‚Phantasie-Produkt‘ – für die Leitung der staatlichen Einrichtung und der „Bundesagentur für Arbeit“ – und deren „ARGE“ bzw. „Jobcenter“.
Nicht nur bei der „Amerika-Gedenk-Bibliothek“ (AGB) Berlin: externe Mitarbeiter, Wachleute, Arbeit nach Bedarf und bei Abruf – in Bereitschaft, 50 Wochenstunden, Stundenlöhne von 5,30 Euro – im Jahr 2007. Mitarbeiter am „Forum“ in Potsdam/Brandenburg: 50 Wochenstunden, Stundenlöhne von 4,20 Euro-Std. und Mitarbeiter im Umland: unter 4 Euro-Std. – im Jahr 2006.
Nicht nur am ‚Kunst- und Kulturhaus‘, am „Martin-Gropius-Bau“ (MGB) Berlin, eine Einrichtung der „KBB GmbH“: die Mehrzahl der Mitarbeiter, vor allem Frauen in Zeitverträgen und Kettenverträgen (- noch im Jahr 2005: 60 % der MitarbeiterInnen); hier, auch mit Billigung durch die langjährigen und festangestellten Mitarbeiter. – Externe Mitarbeiter, Wachleute, nicht nur im MGB Berlin, im Jahr 2005: 40-50-60-70-75 Stunden-Woche, 8-10-12 Std.-Tag, 4-5-6 Tage-Woche; Stundenlöhne an der Kasse: 5,13 Euro, Stundenlöhne für das Aufsichtspersonal: 5,12 Euro.

Gewerkschaftliche Aufgabenstellung:
Solidarität und Durchbrechung des Niedriglohnsystems muss die gewerkschaftliche Aufgabe sein! Einbeziehung der gering bezahlten Kolleginnen und Kollegen in Kampfmaßnahmen. Gewerkschaftliche Vertretung und Rechtsbeistand müssen organisiert (und nicht nur mündlich propagiert) werden. Beteiligung an den sozialen und politischen Kämpfen – auch der Gewerkschaften und der KollegInnen „in Arbeit“ – ist die Aufgabe!

Unter den gegenwärtigen Bedingungen – vor und nach dem Wahlk(r)ampf – wären folgende Forderungen richtig:

– drastische Verkürzung der Arbeitszeit (30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich).
– Einstellung aller erwerbslosen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit (unabhängig vom Lebensalter).
– Bezahlung nach Tarif gemäß der beruflichen Qualifikation. Erhöhung der Tarife.
– Gleicher Lohn für gleiche Arbeit (unabhängig von Lebensalter, Geschlecht und Herkunft).

Parallel zur Durchsetzung dieser (aktuellen) Forderungen wären die geistige Aufklärung und die politisch-ideologische Auseinandersetzung zu führen.“


quelle: http://www.scharf-links.de/43.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=6365&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=bd19300318

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