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Angst behindert Lernen [„Angst essen Seele auf“]

Zitat

Die Emotion Angst ist dem Lernen nicht förderlich. Angst hemmt beispielsweise kreative Prozesse, andererseits graben sich mit extremer Angst verbundene Erlebnisse in unser Gehirn ein (Stichwort „posttraumatische Belastungsstörung“). Große Angst bewirkt zwar schnelles Lernen, aber sie verhindert die Verknüpfung des neu zu Lernenden mit bereits bekannten Inhalten und die Anwendung des Gelernten auf viele Situationen und Beispiele. Wer Prüfungsangst hat, der kommt einfach nicht auf die etwas Kreativität erfordernde Lösung, die er normalerweise leicht gefunden hätte. Wenn gerade keine Angst da ist, werden Gedanken freier, offener und weiter. Dies lässt sich nicht nur subjektiv erleben, sondern auch im Experiment messen. Eine positive Grundstimmung ist daher gut für das Lernen.

Spitzer führt zahlreiche Experimente und Untersuchungen an, deren Ergebnisse sehr deutlich zeigen, wie eng Emotion und Kognition, oder Gefühl und Denken, miteinander verbunden sind. Er zeigt auch, dass Stress ungünstig für das Lernen und das Behalten ist.

FAZIT: Alles ins allem lässt sich aus seinem Buch ziehen, dass Lernen mit positiven Emotionen arbeiten sollte. Angst und Furcht können zwar kurzfristig das Einspeichern von neuen Inhalten fördern, führen jedoch langfristig zu den negativen Effekten von chronischem Stress (Chronischer Stress/chronisch erhöhte Glukokortikoidkonzentration=> kann zu hippokampalen Schäden und entsprechenden Leistungsminderungen hippokampal vermittelter Funktionen führen = negative Auswirkungen auf das Gedächtnis!)

Ich verstehe nicht, dass Lehrer und Dozenten in den Lehranstalten ihre grundsätzlich lernwilligen und neugierigen Schützlinge so dermaßen unter Druck setzen „müssen“. Oft glauben sie, dass unter Androhung schlechter Noten, durch das Aufzeigen der Durchgefallenen-Statistik und durch das Aufsetzten einer allzu ernsten und herablassenden Miene, bessere Ergebnisse erzwungen werden könnten. Intrinsische Motivation wird so auf jeden Fall nicht erzeugt. Manchmal glaube ich, dass dies alles wirklich nur zum Aussieben betrieben wird. Als erfolgreich bezeichnet werden darf nur derjenige, der dem Druck standhält und konsequent gute Leistung erbringt. Man muss auf den Punkt genau in der Lage sein, die erwartete Leistung zu erbringen. Man wird zur Maschine degradiert. Noch schlimmer ist, dass in Schulen und Universitäten soviel Menschlichkeit verloren geht. Wenn man trotz des ganzen Psychodrucks sein Examen bestanden hat, geht man in den Beruf und gibt unter Umständen den erfahrenen Druck weiter. So entsteht dann die bekannte„Radfahrermentalität“: oben ducken, unten treten…Zitat Ende

Quelle:

http://amelieswunder.wordpress.com/

[artikel: Schule des Lebens]

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