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Kommentar: der „Kommunismus“ und die LINKE/linke

mit der LINKEn-führung ist kein sta(a)(r)t zu machen !

die diskussion, die gesine lötzsch losgetreten hat, zeigt auf in welch verheerenden zustand die linke in deutschland sich befindet. während auf der einen seite allein das wort „komunismus“ tiefsitzende antikommunistische reflexe auslöst, macht frau lötzsch aus rosa luxemburg eine dutzendliberale sozialdemokratin. dass die LINKE eine reformistische partei ist, ist kein geheimnis mehr. aber diese freche geschichtsfälschung zeigt auf dramatische weise, dass die regierungsgelüste der parteinomenklatura der LINKEn vor nichts zurückschrecken wird.

der linke flügel wird sich überlegen müssen, WEN sie eigentlich innerhalb der parteistrukturen eigentlich noch ansprechen will. meines erachtens ist die zeit überreif, mit der LINKEn zu brechen um eine eigenständige marxistische organisation aufzubauen. auch wenn diese in der anfangsphase keine grosse anhängerschaft haben wird, ist die programmatsische klarheit doch langfristig wichtiger als irgendwelche tönernden wahl- und organistions“erfolge“.

war es nicht der grösste fehler der deutschen linken vor 1918 nicht rechtzeitig den absprung von der sozialdemokratie geschafft zu haben?! und heute ist die grösste gefahr, nicht rechtzeitig den absprung aus der LINKEn zu finden — auch wenn historische vergleiche immer hinken.

es ist nicht davon auszugehen, dass ALLE historischen streitpunkte der linken bewegung mit einem schlag gelöst werden können. aber es ist von elementarer dringlichkeit, eine organisition zu schaffen, die zumindest die wesentlichen grundessentials eines marxistischen programms zu ihrer grundlage macht, um auf dieser basis aufbauen zu können. gewisse streitpunkte, die nicht unmittelbar einfluss auf aktuelle probleme der „klassenbewegung“ haben, können dann immer noch diskutiert werden, ohne dass gleich die grossen spaltereien anfangen müssen.

wenn die „radikale linke“ zu dieser anstrengung nicht in der lage ist, wird sie ihren historischen aufgaben nicht gerecht werden können. sie wird weiter in form von winzgruppen mit hinundwieder-veröffentlichungen existieren, ohne dass sie REAL auf politische prozesse einfluss nehmen kann.

es ist dringend geboten, diese „gruppenegoismen“ zu überwinden ohne einem  amorphen „einheitsstreben“ das wort zu reden. programmatische differenzen sollen nicht unter dem teppich gekehrt werden, sondern im BREITEREN rahmen diskutiert werden können.

ich stelle mir so etwas vor, wie die französische NPA auf deutschland zu übertragen, auch wenn die historischen und gesellschaftlichen voraussetzungen nicht vergleichbar sind und die NPA-führung ebenfalls eine reformistische linie verfolgt (die NPA als ganzes würde ich aber als zentristisch einschätzen).

aber dies würde zumindest eine FORMALE bedingung schaffen, „linksradikale“ politik auch ausserhalb von sektenstrukturen zu diskutieren.

die linke steht vor der wahl: will sie weiter im ghetto existieren oder „revolutionäre realpolitik“ (rosa luxemburg) machen?

die zeit arbeit GEGEN die linke !

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