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Zur Frage des Aufbaus einer marxistischen Organisation

was tun? die frage bleibt aktuell

die notwendigkleit der herausbildung einer autoritativen revolutionären führung wird immer dringender. die zuspitzung der sozialen lagen findet nicht nur in der dritten welt statt (vor allem nordafrika und naher osten), sondern auch mitten in europa. die entwicklung in griechenland zeigt, dass ein ganzes land unter den hammer des finanzkapitals gebracht werden soll. dagegen regt sich widerstand. aber ständige generalstreiks, die letztlich an der lage nichts ändern, kosten nicht nur kraft und nerven, sondern verschlechtern in letzter instanz auch die wirtschaftliche lage auch für die arbeiterInnen. umso wichtiger ist es, in die sozialen kämpfe mit einer perspektive reinzugehen, die die Machtfrage klar stellt. dies ist nur möglich mit einer marxistischen organisation, bewaffnet mit einem übergangsprogramm in der tradition der trotzkistischen vierten internationale.

viele kleine gruppen verfolgen genau diesen anspruch. aber ihre aktivitäten verpuffen, weil sie einfach zu schwach sind, um in einem grösseren maßstab in soziale kämpfe zu intervenieren. keine angst, an dieser stelle soll kein inhaltsleerer aufruf zu einer „einheit“ gemacht werden. denn einheit ohne programmatische klarheit ist ein kartenhaus, was schneller zusammennbricht als man gucken kann. aber was vlt möglich wäre, wäre eine engere kooperation und ein austausch von kadern (auch international), um vlt voneinander zu lernen. die kleinliche angst, eine andere organisation sei vlt attraktiver als die eigene ist eines revolutionärs nicht würdig. letztlich sind alle bestehenden organisationen mit trotzkistischem anspruch nur rumpfgebilde, die — wenn  die klassenkämpfe sich zuspitzen — sich umgruppieren werden zu grösseren handlungsfähigen einheiten. in deutschland wird das stadium der „kleinen zeitungssekten“ noch eine weile bestand haben. aber irgendwann wird selbst hier die fassade des „sozialen friedens“ fadenscheinig werden und wird sich widerstand regen. die ersten schritte zu einer grösseren streikbereitschaft sind schon getan. aber mit der bürokratischen führung der gewerkschaften kann man nicht siegen. diese müssen ersetzt werden durch gewerkschaften, die tatsächlich in der hand ihrer mitglieder sind, und auf der grundlage eines klassenkämpferischen programms agieren. es ist die grosse aufgabe marxistischer kader, den gedanken der notwendigkeit der aufrechterhaltung konsequenten klassenkampfes in einem breiteren maßstab zu verankern. bislang ist das noch nirgendwo gelungen (mit ein paar historischer ausnahmen, die hier aber so gut wie unbekannt sind).

nutzen wir daher die „vielfalt“ der radikalen linken doch in einem produktiven sinne, die anderen nicht in erster linie als gegner (bei aller aufrechterhaltung der kritik natürlich), sondern als „lernimpuls“ zu sehen. vlt ergibt sich so die möglichkeit einer verstärkten kooperation. dabei sollen die differenzen nicht unter den teppich gekehrt werden, sondern– im gegenteil– in breitester weise diskutiert werden können. wenn wir den organisatorischen egoismus der mikrosekten nicht überwinden, können wir uns die frage des parteiaufbaus von der backe schmieren und alles gerede über „revolutionäre führung“ und „wiederaufbau der vierten internationale“ bleibt nur hohle (selbst)proklamation.

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Ein Kommentar zu “Zur Frage des Aufbaus einer marxistischen Organisation

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