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NAO = Neue Antikommunistische Organisation

„Die Einladung, auch als Autor in diesem Blog zu schreiben, gilt weiterhin. Aber wir entscheiden, wann was veröffentlicht wird – so einfach ist das.“ — der NAO blog admin

 

erinnert irgendwie fatal an „basta“, gell 😉

seit gestern kann ich auf dem blog der NAO initiative (http://arschhoch.blogsport.de/) keine artikel mehr erstellen. die begründung vieler blogdiskussions-teilnehmer dafür war, dass man es den lesern nicht zumuten könne, mehre artikel am tag zu lesen, ausserdem solle der artikel von tino p. eine gewisse zeit an „erster stelle“ stehen, so die aussage des „admins“. http://arschhoch.blogsport.de/2011/12/17/zwischen-skylla-und-charybdis/

ich akzeptierte ursprünglich die begründung mit dem an „erster stelle stehen“, einmal weil es in der tat keinen sinn macht, zuviele „infos“ auf einmal zu bringen. zum anderen ging ich zu dem zeitpunkt davon aus, dass der „admin“ DG ist, zu dem ich ein gewisses vertrauen habe. mittlerweile sind die „stellungnahmen“ (die man kaum so nennen kann) dieses „admins“ auf einem dermassen niedrigen niveau und so einseitig, dass ich eigentlich nicht glauben kann, dass DG sowas schreiben würde. denn er gehört zu den wirklich intelligenten zeitgenossen. und sowas respektiere ich, auch wenn man in politischen fragen unterschiedlicher ansicht ist.

aufgrund dieses offensichtlichen „stimmungswandels“ auf dem NAO blog, habe ich mich dazu entschlossen, den entzug der technischen möglichkeit, dort artikel zu veröffentlichen, als POLITISCHE ZENSUR UND ALS POLITISCHEN AUSSCHLUSS aus dem NAO vorbereitungsprozess zu werten.

damit sind die beiden ersten wirklichen NAO ESSENTIALS festgelegt:

1) DIE NAO IST ANTIMARXISTISCH/ANTITROTZKISTISCH*

2) DIE NAO IST UNDEMOKRATISCH/BÜROKRATISCH

und jeder marxist, mit etwas politischer erfahrung, weiss, dass programmfrage und organisationsfrage aufs engste miteinander verknüpft sind.

organisationen mit revolutionärem selbstanspruch sollten sich also sehr genau überlegen, ob sie sich dieser initiative von notorischen zentristen und reformisten anschliessen wollen, die schon im vorfeld ihrer „gründung“ ein derart bürokratisches verhalten an den tag legen. wer weiss, welche politische meinung als nächstes irgendeinem minidikatator nicht passt. dass die „revolution“ schnell ihre kinder fressen kann, wissen alle, die die linke politik nicht erst seit gestern betreiben.

was auf dem blog im winzigen massstab passiert ist, zeigt, dass die logik des klassenkampfes keine halbheiten duldet, selbst wenn er erst mal nur auf theoretischer ebene stattfindet. und dann können ereignisse sich auf einmal in windeseile überschlagen.

was im mikro-massstab passiert ist, kann auch jederzeit sich auf gesellschaftlicher ebene abspielen, insbesondere wenn sich die politische lage zuspitzt.

das ist die EIGENTLICHE LEHRE der kurzen NAO episode. auch wenn wahrscheinlich in einem oder zwei jahren niemand mehr weiss, was die „NAO“ eigentlich mal war (wer kennt heute noch die USPD, SAP, UAP, VSP, NLO, Beilagenkreis ?), so sollte das in fleisch und blut eines jeden marxistens eingehen:  wenn man die logik des klassenkampfes konsequent zu ende treibt, können DIE VERHÄLTNISSE SCHNELL INS TANZEN GERATEN!

„Der Wirklichkeit ins Auge sehen; nicht den Weg des geringsten Widerstandes suchen; die Dinge beim Namen nennen; den Massen die Wahrheit sagen, so bitter sie auch sein mag; Hindernisse nicht fürchten; streng sein in den kleinen Dingen wie in den großen; Wagemut, wenn die Stunde der Aktion kommt; das sind die Regeln der IV. Internationale. Sie hat bewiesen, daß sie gegen den Strom zu schwimmen versteht. Die nächste geschichtliche Welle wird sie auf ihren Gipfel heben.“ (leo trotzki, übergangsprogramm) http://www.marxists.org/deutsch/archiv/trotzki/1938/uebergang/ueberg2.htm#ban

die eigentliche aufgabe besteht darin, auf der grundlage des übergangsprogramms die besten militanten für den aufbau einer revolutionär-marxistischen organisation zusammenzuschmieden. dies wäre dann die wahrhafte „NAO“. ich weiss, dass nichts dafür spricht, dass diese perspektive auch wirklichkeit wird. aber die menschen und die politischen verhältnisse sind nun mal so, wie sie sind. und wir können uns keine anderen backen, wir müssen damit zurechtkommenm und das beste aus der lage machen.

wirkliche revolutionäre behalten trotz aller wdrigkeiten ihre zuversicht und ihren humor, weil sie wissen: die wahrheit kann man nicht besiegen.

—–

  • ich sehe mich klar als trotzkisten, auch wenn ich in der russsichen frage keine orthodoxe position mehr vertrete

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