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Wird 2012 der Beginn der „Vereinigung der subjektiven Revolutionäre“?

zur entwicklung der debatten auf dem NAO blog (http://arschhoch.blogsport.de/)

wie vorauszusehen war, hat die debatte auf dem NAO blog im januar wieder fahrt aufgenommen. neben den üblich-verdächtigen einzelpersonen fangen jetzt dankenswerterweise auch ORGANISATIONEN an, sich an der diskussion zu beteiligen. von den interkomms, der SOKO und dem RSB liegen jetzt ebenfalls aktuelle stellungnahmen zum programm und zur organisationsstruktur vor. ich hoffe inständig, dass sich dieser positive trend noch etwas hält. ebenfalls dürfte erwähnenswert sein, dass ein hauptvertreter der bochumer sich aus der debatte auf dem NAO blog zurückgezogen hat (http://arschhoch.blogsport.de/2012/01/11/organisierung-als-selbsthilfegruppe/). allerdings heisst das nicht, dass damit das thema „bochumer programm“ vom tisch wäre. der kampf gegen reformismus und ökonomismus bleibt weiterhin ein zentraler bestandteil  der vorbereitung für eine NAO.

der „orgplan“ der SOKO ist mit etwas befremden http://arschhoch.blogsport.de/2012/01/10/vorschlag-fuer-eine-nao-organisationsstruktur/ aufgenommen worden. obwohl der SOKO vorschlag eigentlich nur ein paar grundprinzipien für eine mögliche struktur der zukünftigen NAO beinhaltet, spiegelt er doch nicht den debattenstand wider. auch ist es fraglich, ob die „fünf SIB essentials“ (vergl. https://systemcrash.wordpress.com/2011/11/05/was-muss-ein-revolutionares-programm-heute-enthalten/) als inhaltliche grundlage für eine orggründung ausreichen. von DG gibt es dagegen den vorschlag der bildung von „plena der subjektiven revolutionäre“. ich ziehe weiterhin den vorschlag vor, in der anfangsphase nur ein „netztwerk der subjektiven revolutionäre“ zu bilden, in dem alle beteiligten formell unabhängig bleiben. ich zweifle etwas die bereitschaft der sog. „szene-bündnisse“ an, in eine diskussion über die bildung einer möglichen ’neuen antikapitalistischen organisation‘ einzutreten. man soll die leute doch nicht für dumm verkaufen: jeder halbwegs politisch links interessierte weiss, dass NAO ein pendant der NPA ist. und hinter der NPA steckt die LCR, also ein „trotzkistisches projekt“. solche einstellungen und stimmungen muss man mitberücksichtigen, um die schwierigkeiten des NAO projekts halbwegs realistisch einschätzen zu können.

sollte sich in einer späteren phase eine grössere programmatische übereinstimmung erzielen lassen, könnte man immer noch die NAO als „revolutionäre organisation“ oder „partei“(kern)  gründen. in der gegenwärtigen phase sind aber die inhaltlichen differenzen zu gross für eine orggründung.

der programmvorschlag des RSB (http://arschhoch.blogsport.de/2012/01/12/was-ein-revolutionaeres-programm-beinhalten-sollte/) ist im grossen und ganzen sehr gelungen. probleme sehe ich persönlich nur in der „frauenfrage“, aber dieser punkt muss sowieso noch gesondert behandelt werden.

der einwand wird natürlich lauten, wenn man das alles als eintrittskarte betrachtet, könnte man sich auch gleich dem RSB anschliessen. ich fürchte aber, unterhalb des kompletten übergangsprogramms (was natürlich gerne aktualisiert werden darf) wird man keine organisation mit gerechtfertigtem „revolutionären anspruch“ erhalten. darum hatte ich auch von anfang an dafür plädiert, den umgruppierungsprozess erst mal auf das „trotzkistische milieu“ zu fokussieren. (vergl. https://systemcrash.wordpress.com/2011/10/06/die-notwendigkeit-der-revolutionaren-umgruppierung/ )

ich höre schon die schreie in meinem „inneren ohr“: „sektierer, sektierer!“ … aber sie haben für mich den gleichen wert wie das wort „jehowa“ in der steinungsszene beim leben des brian. sie dienen einfach nur als lautes getöse, um mangelnde inhaltliche substanz zu überdecken. aber in der politik bleibt nichts ungesühnt. entweder die NAO findet den weg der „programmatisch“ basierten umgruppierung der radikalen linken (und das kann nur auf der grundlage des übergangsprogramms erfolgen) oder sie wird den irdischen weg aller „mittel- und zwischengruppen“ gehen: sie wird ganz schnell wieder in der versenkung verschwinden!

(siehe auch dazu: https://systemcrash.wordpress.com/2011/12/26/warum-muss-eine-revolutionare-organisation-demokratisch-zentralistisch-sein/)

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4 Kommentare zu “Wird 2012 der Beginn der „Vereinigung der subjektiven Revolutionäre“?

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