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Ein ‚Programmatisches Manifest‘ für die NAO ?

auf der sommerdebatte wurde der „beschluss“ gefasst, für die NAO ein „programmatisches Manifest“ zu schreiben. es liegen dafür von Klaus auch bereits formale, sprachliche und inhaltliche Anregungen vor. auf diese möchte ich hier kurz eingehen.

ich denke, was die formalen und sprachlichen anregungen betrifft, dürfte grosse einigkeit bestehen; wobei man so etwas besser diskutieren kann, wenn bereits ein entwurf vorliegt. bei der inhaltlichen gliederung sehe ich etwas mehr probleme:

„[1] Gender/Geschlechterfrage
[2] Demokratie/Selbstorganisation
[3] Kurzer Abriss zur kapitalistischen Ökonomie
[4] Klassenfrage
[5] Umweltkrise und Klimawandel
[6] Bedürfnisse und Gleichheit
[7] Reform oder Revolution
[8] Vision“

punkt [1] und punkt [4] sind zur zeit heftige streitthemen in der öffentlichen (blog)essentialdebatte, wo auch von seiten des RSB bislang nicht viel kam (jedenfalls nicht öffentlich).

die ANDEREN punkte sind bislang im NAO prozess schlicht und ergreifend NICHT DISKUTIERT worden. ich würde es als erhebliches problem ansehen, ein „programmatisches Manifest“ zu veröffentlichen, was nicht inhaltlich über die NAO gruppendiskussion getragen wird.

angesichts der tatsache, dass die essential debatte bereits seit ca 1,5 jahren läuft und immer noch nicht allgemeiner „NAO konsens“ ist, finde ich es — gelinde gesagt — sehr gewagt, ein solches „Manifest“ inhaltlich SO WEIT zu projektieren.

meines erachtens dürfte ein solches „Manifest“ INHALTLICH nicht über den stand der essential-debatte hinausgehen, wenn es nicht zu grösseren „internen“ querelen kommen soll. wenn wirklich ein weitergehendes konzept für das „Manifest“ gewünscht wird, müsste man mindestens eine genauso intensive vordiskussion haben wie bei den essentials.

ob DAS wirklich eine realistische vorstellung ist (auch angesichts der tatsache, dass alle von der sommerdebatte kaputt sind 😉 ), mag jeder für sich selbst entscheiden.

natürlich ist mir klar, dass die ‚miniparteien‘ (RSB und GAM z b) über eine grössere programmatische kohärenz verfügen als die mehr netzwerkartigen (z b SIB und SOKO). dies darf aber nicht dazu führen, dass sie diesen „vorsprung“ den anderen quasi überstülpen, ohne dass es dabei wirklich zu tragfähigen annäherungen (durch diskussionen) kommt.

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