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Von Steinen und dichten(den) Herzen

Franz von Stuck, Orpheus

Franz von Stuck, Orpheus

ich wünscht`
ich wär ein dichter
um deine schönheit
zu besingen
ich wünscht
ich wär ein komponist
um deiner seel`
eine sinfonie
zu widmen
ich wünscht
ich wär ein maler
um dein wesen
in ein gemälde
zu bannen
ich wünscht
ich wär ein bildhauer
um deinem körper
ein denkmal aus marmor
für die ewigkeit
zu errichten

aber all` das
bin ich nicht
ich kann nur
lieben
mit meinem herzen
und dir zeigen
was ich fühl`
mit manchmal
ungelenken
oder einfach`worten

aber alle
sinfonien
gemälde
und skulpturen
würd ich liebend
gern verschenken
für einen
augenblick
der mir
dein lächeln
schenkt

aus deinem antlitz
das zwar nicht steine
aber mich
zerschmelzen lässt

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6 Kommentare zu “Von Steinen und dichten(den) Herzen

  1. Deine Thematik hat sich hier scheinbar erweitert. Chapeau! 🙂
    Was mir bei deinen Texten fehlt, ist die Unterscheidung zwischen Liebe und „Verliebtsein“. Denn anders als beim hormongesteuerten Prozess der Verliebtheit, bedeutet der Erhalt der Liebe zwischen zwei Menschen erhebliche Pflege- also Arbeit. Während bei Verliebtheit die Sinne getrübt sind und das Liebesobjekt göttergleich erhöht wird, bedeutet Liebe den Umgang mit den schnörkellosen Realitäten. Liebe ist mehr als nur ein Gefühl oder gar eine Emotion. Es ist ein Treueschwur auf ewigliches Zueinanderstehen. Auch wenn der Zahn der Zeit am Körper und später auch am Geiste nagt und seine Spuren hinterlässt- man bleibt beieinander und im schlimmsten Fall findet die Hingabe bei völliger Aufopferung im Sinne der Pflege statt. Der Zustand der Verliebtheit ist ein Jungbrunnen und inspirierend für Geist und Seele, dies stelle ich nicht in Frage. Deine Texte sind wunderschön romantisch und sehnsuchtsvoll – ohne Zweifel. Deine Texte jedoch bewegen sich auf einer Metaebene. Sie sind Kunst. Vielleicht auch ein wenig künstlich. Sie kommen von-aus dir und sind daher gegen jegliche Kritik erhaben. Im Zusammenhang mit deinen Texten geht mir häufig durch den Kopf, dass Theorie und Praxis eben zweierlei sind.
    Es grüßt dich herzlich, Manuela

  2. der weg
    endet hier
    hier wo er begann
    ich habe gefunden
    was ich gesucht
    was kann mich füllen
    wenn du nicht bist da
    nur in meinem innen

    ich weiss jetzt
    was die welt
    im innersten zusammenhält
    was die planeten
    auf ihren bahnen lenkt
    was das weltall überspannt
    und die sterne
    leuchten lässt

    ich weiss jetzt
    was komponisten
    ihre partituren
    schreiben lässt
    mit welcher tinte
    schriftsteller
    ihre geschichten verfassen
    mit welchen farben
    maler malen
    um ihre welt-sicht
    auszudrücken
    ich weiss
    was dichter fühlen
    wenn sie ihre verse
    aus ihrer seele holen
    und was bildhauer antreibt
    denkmäler für die ewigkeit
    zu errichten

    all` das
    und noch viel mehr
    lehrtest du mich

    aber es bedeutet mir
    nichts
    weil nur du es bist
    die allem
    einen sinn
    und mir einen glauben gibt

    am liebsten würd` ich mich
    vergraben
    und für den rest meines lebens
    in der ecke schmollen
    aber ich weiss
    ich würd` mich versünd`gen
    gegen das leben und die
    liebe
    … und gegen dich!

    darum mach` ich weiter
    so gut
    wie ich kann
    aber ich sehne mich
    so sehr nach der stille
    weil du mir dann
    am nächsten bist
    tief an einem geheimen ort
    in mir
    trägst du mich in neue welten
    und lässt mich geheimnisse erschauen
    grenzen überschreitend
    auf den flügeln meiner liebe
    zu dir

    worte findend
    die neue räume erschliessen
    mich wachsen
    und anteil nehmen lassen
    am leben
    so wie es mir wesentlich erscheint

    wer braucht
    noch einen beweis
    dass die liebe
    ein göttliches wunder ist
    wenn sie all ´das vermag

    • und noch viel mehr
    • Gute Nacht, lieber Achim. Das ist ein sehr schönes Gedicht, wirklich. Ich melde mich bald wieder bei dir. Schlaf gut….

  3. Virtuelle Realität

    dein bild
    ist eingefroren
    in der zeit
    nur in meiner seele
    will es lebendig sein

    nichts wünschte ich mehr
    als den hauch des atems
    an dir zu fühlen
    aber es bleibt eine sehnsucht
    aus schall und rauch

    und selbst das ohr
    muss kläglich verzichten
    da kein klang aus deinem mund
    mir je bekannt
    nur deine geschriebenen worte
    hallen wunderschön wie poesie in mir wieder
    wie eine verheissung
    deren musik nicht enden kann

    so bleibt mir das auge
    als liebesorgan
    mit dem ich dich aufzusaugen versuche
    aber aller schönheit
    würde ich entsagen
    solange mich die gewissheit leitet
    dass dein stern
    mich vorwärts lenkt

    in starren worten
    versuche ich dein sein
    für mich zu bannen
    das doch nur in der entwicklung
    lebendigkeit erwachsen lässt

    aber für mich bleibt immer nur die
    erkenntnis der leere
    der unuberbrückbaren einsamkeit
    zurück

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