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Über die Stille

augen_mensch

Ich liebe die Stille zwischen uns
Dieselbe Stille wie zwischen Blumen.
Das leise Schweigen am Morgen,
Das lautere des Abends
Und das zitternde zu Mitternacht
Das um den Andern fürchtet.

Ich mag nicht, dass Menschen kommen
Und uns unsere Stille stehlen,
Die gross ist wie die Stille der Kathedralen.
Ach, wie sie es zerbrechen
Unser blaues Schweigen aus venetianischem Glas.
Ich könnte weinen, wenn Fremde kommen.
Nur die Vögel draussen verstehen uns
Und singen unsre Stille
Und machen uns noch stummer vor der Ewigkeit.
Stille, süsser Vorschuss auf den Tod,
Sag dem Geliebten wie ich ihn liebe.

  • Claire Goll (1890-1977)

Bild: Nostrovia Silva

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Ein Kommentar zu “Über die Stille

  1. unser schweigen
    kündet von der
    ewigkeit

    die stille
    legt zeugnis ab
    von meiner liebe

    nichts darf zerbrechen
    das kostbare glas
    worin verborgen
    dein vermächtnis
    an mich
    tief in meinem
    herzen eingepflanzt
    weiterlebt

    fruchtbar ist
    und die wunderschönsten
    lebensblüten
    gebiert

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