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Das Hohelied der Liebe

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle.

Und wenn ich weissagen könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.

Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.

Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht, sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit;
sie verträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles.

Die Liebe höret nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhören werden und die Sprachen aufhören werden und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. […]

Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich’s stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.

Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

(1. Korinth. 13)

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Ein Kommentar zu “Das Hohelied der Liebe

  1. Leben heißt lernen,

    dass wir uns Zeit nehmen müssen,
    wenn wir welche haben wollen;
    dass wir verantwortlich sind
    für Gedachtes und Nichtgedachtes,
    Gesagtes und Nichtgesagtes,
    Getanes und Nichtgetanes;
    dass der Sinn des Lebens
    darin liegt, immer die Liebe
    und das Leben im Sinn zu haben.

    Leben heißt lernen,
    dass es nicht darauf ankommt,
    ob wir uns etwas schenken,
    sondern darauf, ob wir imstande sind,
    uns gegenseitig etwas zu geben;
    dass das Wesen des Lebens
    die Veränderung ist;
    dass wir Liebe säen müssen,
    wenn wir Liebe ernten wollen.

    Leben heißt lernen,
    die Kunst der Gelassenheit auszuüben:
    das Weglassen, das Zulassen,
    das Loslassen;
    dass die schwierigste Aufgabe
    unseres Leben darin besteht,
    nie aufzugeben;
    dass unser Mensch-Sein untrennbar
    mit dem Mensch-Werden verbunden ist.

    (Ernst Ferstl)

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