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Online-Broschüre: „Was bleibt vom NAO Prozess?“

da scharf links den text nach drei tagen immer noch nicht online gestellt hat, mache ich das jetzt. zum inhalt der broschüre stehe ich 100%, allerdings ist es aufgrund unüberbrückbarer differenzen in der „geschlechterfrage“ nicht möglich, zu einer gemeinsamen organisationsperspektive zu kommen. daher habe ich die zusammenarbeit mit DGS_TaP eingestellt (in anderen punkten gibt es aber durchaus grosse übereinstimmungen). andere aber ewig kritisieren (selbst wenn die kritik berechtigt ist), ohne selbst eine (organisatorische) alternative anbieten zu können, bekommt mit der zeit ein ungutes geschmäckle. insofern hat dieser text für mich auch nicht mehr eine so grosse bedeutung, wie ich mal ursprünglich an hoffnungen reingesteckt habe. möglicherweise ergeben sich demnächst kontakte zu „dissidenten marxisten“, dann sehen wir weiter.

http://theoriealspraxis.blogsport.de/images/Mit_Rueckfahrschein_pdf.pdf

 

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4 Kommentare zu “Online-Broschüre: „Was bleibt vom NAO Prozess?“

  1. auf facebook habe ich folgenden kommentar gepostet zur behauptung, das „patriarchat müsse gestürzt“ werden:

    „man kann geschlechterverhältnisse nicht „umstürzen“ (wie einen staat oder eine regierung). das sind kulturelle und psychologische verhaltensformen mit einer langen geschichte, die nur allmählich — durch veränderte gesellschaftliche verkehrsformen — eine wandlung erfahren können. dass die arbeiterbewegung (sowohl männer als auch frauen) im laufe ihrer geschichte nicht alles richtig gemacht hat, ist unstrittig. wer aber glaubt, die arbeiterbewegung würde sich nicht die emanzipation der hälfte der menschheit auf ihre fahnen schreiben können (weil auch lohnabhängige männer sich lieber haussklavinnen halten wollen als sich mit selbstbestimmten frauen auseinanderzusetzen), der sollte sich lieber ein anderes hobby suchen als ausgerechnet „linke politik“ 😉

    (damit will ich nicht sagen, dass der marxismus ALLE antworten auf fragen der geschlechterverhältnisse hat. aber eine (frauen)politik ohne „klassenbasierung“ auf die arbeiterbewegung ist nicht nur utopisch, sondern im endeffekt auch deutlich reaktionär! und dass diese leute eine subkulturelle „szene“ bilden — was SO für linksradikale kleingruppen nicht zutrifft — zeigt m. e., dass es eher um einen individuellen spleen [den gerne jederIn ausleben darf], der ideologisch rationalisiert wird, geht und weniger um ein ernstes gesellschaftspolitisches anliegen, an dessen verwirklichung man eh nicht glaubt. und das zurecht!)“

  2. andere aber ewig kritisieren (selbst wenn die kritik berechtigt ist), ohne selbst eine (organisatorische) alternative anbieten zu können, bekommt mit der zeit ein ungutes geschmäckle. . Dem pflichte ich bei. Jeder Versuch, eine Gegen-Nao zu begründen mit dem Inhalt, gegen NAO zu sein, macht keinen Sinn. Prütz und seine Genossen haben sich für diesen Weg entschieden, den ich für wenig erfolgversprechend halte.
    Hauptsächlich aus DIESEM Grund halte ich mich bei dieser Sache abseits, denn ich kann nicht erkennen, dass auch eine auf schwammigen Grundlagen beruhende NAO-Gründung auch nur ansatzweise in der Lage ist, die selbstverschuldete Isolation der subjektiv revolutionären Linken zu überwinden. Nur mit dem Band-Wagon-Effekt, wie Prütz wohl glaubt, wird es nicht gehen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Mitl%C3%A4ufereffekt
    Aber das gilt erst recht für das Lager, das der voreiligen NAO-Gründung ablehnend gegenüber steht. Von Charles Fourier habe ich gelernt, welche Bedeutung „Attraktion“, d.h. Anziehungskraft, für die Bildung menschlicher Zusammenhänge hat. Und da muss ich sagen, dass die einzelnen Bestandteile des Anti-NAO-Gründungslagers NOCH WENIGER Anziehungskraft hat wie das fragwürdige NAO-„Organiationsgebilde“ von Prütz selbst.
    Das ist einfach ein Fakt, und nicht ein Wunschgedanke meinerseits, weil ich etwa einzelne Positionen, die in der NAO oder von der NAO vertreten werden, für unzureichend oder falsch halte.

    • leider muss ich dir da — was die mangelnde attraktivität des „anti NAO lagers“ betrifft — vollkommen zustimmen. politisch liegen sie besser, aber menschlich-persönlich sieht es bei einigen echt düster aus ;-/

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