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Event-(Sub)Kultur statt Klassenpolitik

Erlebnisorientiertes Emotainment

Betr.: Interview mit Michael Prütz, SoZ 3/2014, S.5

von Meinhard Creydt

Michael Prütz nennt als erstes Thema seines Berliner Sammelbeckens («NAO») die Vorbereitung auf die «Revolutionäre 1.Mai-Demonstration» – also auf ein Phrasenfestival oder Spektakel für erlebnisorientiertes Emotainment. An zweiter Stelle kommt eine Veranstaltung, die mit der Anteilnahme an auswärtigem Geschehen die Ratlosigkeit im eigenen Land überkompensiert. Der Horizont eines letztlich beliebigen und episodischen Blicks auf Land x, y, z wird nicht überschritten. Der Kosmopolit ist überall und nirgends. «Internationalismus» missrät so zur Zerstreuung und Ablenkung. An dritter Stelle steht eine Konferenz. Nicht um die Analyse der gesellschaftlichen Wirklichkeit und die Arbeit an einschlägigen offenen Problemen geht es, sondern um … Jahrestage (1914, 1864). Erst an vierter Stelle fallen Prütz lustlos Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit bzw. Stadtpolitik ein. Die Reihenfolge ist symptomatisch. Zur Auseinandersetzung mit den Grundfehlern dieses ebenso leerlaufenden wie geschäftigen Zeitvertreibs vgl. drei Texte aus dem Jahr 2011 auf http://www.meinhard-creydt.de.

Quelle: http://www.sozonline.de/2014/04/erlebnisorientiertes-emotainment/

 

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2 Kommentare zu “Event-(Sub)Kultur statt Klassenpolitik

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