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Kurze Bemerkungen zur Erklärung des RSB zum NAO Manifest

dem text ist sein kompromisscharakter deutlich anzumerken. das wäre für eine politische gruppierung nicht weiter schlimm. aber er ist auch sehr widersprüchlich. so wird das „blockmodell“ nach dem vorbild von Antarsya verteidigt, während die gründung der NAO berlin genau auf der ABLEHNUNG des Antarsya-modells beruht. ebenfalls wird betont, dass der prozess offengehalten werden soll und dass „gruppen nicht abgehängt“ werden sollen. auch in den punkten bedeutet die gründung der NAO berlin genau das gegenteil von dem, was der RSB einfordert. dem RSB ist diese problematik aber offensichtlich bewusst, denn er schreibt selbst: 

„Obwohl es in Berlin offiziell nur Einzelmitglieder gibt, ziehen sich die Meinungsverschiedenheiten sehr wohl und recht deutlich entlang der Gruppengrenzen. Hinzu kommt, dass die unterschiedlichen Vorstellungen (oder Möglichkeiten) zur politischen und organisatorischen Schnelligkeit der NaO recht erheblich sind. Hier sehen wir einiges Verwerfungspotenzial zwischen dem Rhythmus, den beispielsweise die GAM an den Tag legt im Vergleich zur isl oder der SYKP. Die Gefahr ist real, dass wenn in Berlin Gruppen einfach abgehängt werden, dies einen negativen Effekt auf den bundesweiten Ausbau des NaO-Prozesses hat.“

nun ist es legitim und richtig, getrennte wege zu gehen, wenn man merkt, dass politische gegensätze nicht überbrückbar sind. aber fakt ist und bleibt, dass der ursprüngliche ansatz und anspruch des „na endlich“ papiers NICHT ERFÜLLT wurde. und damit hat das projekt „NAO“ aus meiner sicht auch seine legitimität verloren.

als letzter punkt sei noch erwähnt, dass weder die NAO noch der RSB BEGRÜNDET, was der vorteil der NAO gegenüber projekten wie UG, perspektive kommunismus oder gar der IL ist. und für eine praxis von abwehrkämpfen wäre auch nicht die gründung einer politischen organisation notwendig (aus meiner sicht auf einer ungenügenden programmatischen grundlage), – dafür würde ordinäre bündnispolitik genügen. insofern hat die behauptung des RSB, es sei ein verdienst der NAO wirkliche anstrengungen unternommen zu haben mit dem „sektenwesen zu brechen“, keine reale grundlage. in wirklichkeit ist die gründung der NAO berlin selbst ein (voluntaristischer) akt sektiererischen opportunismus`. 

 

 

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Ein Kommentar zu “Kurze Bemerkungen zur Erklärung des RSB zum NAO Manifest

  1. der RSB schreibt:

    „Die Diskussion hat mehrheitlich gezeigt, für uns stellt der NaO-Prozess den zurzeit besten Versuch dar, die antikapitalistisch-revolutionären Kräfte links der Linkspartei zu sammeln.“

    die NAO will aber gerade NICHT „antikapitalistisch-revolutionäre“ kräfte sammeln, sondern revolutionäre UND antikapitalistische kräfte; also eine syndikalistische mischorganisation.
    dies mag der RSB als kennzeichen für „anti-sektierertum“ ausmachen, auf gut leninistisch ist es aber die kombination von sekteriertum (unausgewiesene programmatisch-organisatorische konkurrenz) und opportunismus (liquidation des revolutionären programms zugunsten einer angeblichen „breite“).

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