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Des Wandels Beständigkeit

ich soll
das Loslassen
loslassen
lese ich in weisen Ratschlägen
denken wie der Wind
damit der Geist
an nichts klebt

gefallene Blätter
von des Herbstes zärtlicher Trübsal
gestreichelter Bäume
zufällig verstreut an dem Orte
an dem meine Gedanken verdeckt
und behütet sind
und sich meine Gefühle mir selbst offenbaren
in der Liebe
die keinen Widerhall in dir weckt

die Wolken ziehen dahin
auf ihrer Reise ohne Plan und schöpferisch ungelenkt
der Weg liegt verhüllt in tiefen Schatten
der nächste Schritt wird gespeist
allein von meiner Sehnsucht unerfüllt

das Verlangen gilt deinem Bilde
geformt aus der Wünsche Geist
das Ziel hat keine Bedeutung
denn in jedem Augenblick
atme ich dich
die Luft des Wandels Beständigkeit
die das Parfum deines sinnlichen Seins
mir ersetzt

Abendrot_kass

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7 Kommentare zu “Des Wandels Beständigkeit

  1. ich sah neulich dein bild, und es war so schön. ich versuchte, mir jedes detail einzuprägen: die art deines lächels, der ausdruck der augen im augen-blick des schnappschusses, das spiel von licht und schatten; ein ensemble der sublimen mimik, die nur jemand haben kann, bei dem gedanke und tat, anspruch und sein, einen hohen grad der harmonie erreicht haben.

    das Verlangen gilt deinem Bilde
    geformt aus der Wünsche Geist
    das Ziel hat keine Bedeutung
    denn in jedem Augenblick
    atme ich dich
    die Luft des Wandels Beständigkeit
    die das Parfum deines sinnlichen Seins
    mir ersetzt

    aber ich glaube, das ist gelogen. es ist ein schön verpackter gedanke, der die wahrheit dahinter, dass die (wunde der) unerfüllte(n) sehnsucht niemals wirklich verheilen kann, überdecken soll. dass man niemals wirklich inneren frieden finden kann, nur eine art fragilen „waffenstillstand“ (friedliche koexistenz) mit sich selbst.

    die Wolken ziehen dahin
    auf ihrer Reise ohne Plan und schöpferisch ungelenkt
    der Weg liegt verhüllt in tiefen Schatten
    der nächste Schritt wird gespeist
    allein von meiner Sehnsucht unerfüllt

    und auch, wenn noch tausende von gedichten das produkt dieser gefühle sind, so glaube ich doch, dass selbst die grössten kunstwerke in der welt nichts sind im vergleich zu einem moment, der „vollkommen“ ist (oder der mir vollkommenheit bedeutet), der aus dem freien zusammenwirken zweier vollkommen freier individuen in der wirklichen wirklichkeit entsteht; getragen vom (individuellen) wünschen und der ehrfurcht (füreinander) zugleich. und auch, wenn man nie wirklich erfahren wird, wie das verhältnis von „realität“ und „projektion“ ist, so mögen uns die projektionen zumindest ein helfender wegweiser zur seelischen heimat hin sein.

  2. Ich habe mich in deine Gedichte hinein gelesen,
    bin darin versunken, ohne aufhören zu können.

    Deine Poesie trägt eine Sehnsucht und Liebe,
    die mich tief berührt und anspricht.

    Es ist so viel Schönheit und Tiefe,
    so viel Ausdruck und Gefühl
    in deinen Gedichten.
    Was du aus dir heraus schreibst,
    ist in dir drin, es lebt in dir
    und das allein ist schon ein Schatz.

    Danke, dass du diesen Schatz hier teilst. 🙂

    • hauptsächlich schreibe ich gedichte, weil ich so meine gedanken und gefühle am besten verarbeiten kann. aber natürlich freut man sich, wenn sie anderen auch gefallen. wenn man aber ein solches feedback bekommt, wie dieses jetzt, dann ist das natürlich ein echtes highlight! 😀 *vielen dank*

      • *Gern doch*

        Das habe ich auch so verstanden, dass du deine Gedanken und Gefühle verarbeitest und ich verstehe, weil da etwas in mir anklingt, das ich ich von mir kenne. 🙂

  3. ich suchte dich
    im Denken
    ich suchte dich
    im Wort
    ich wollte dir nah sein
    und stiess dich doch
    nur fort

    noch immer fühl`ich
    eine Liebe
    doch diese verlangt nicht dich
    du gabst mir aber einen Schlüssel
    für die Kammer
    in der ich meinen Schmerz verschliess

    jetzt hoff´ich
    dass mich jemand annimmt
    den Wunden nicht vertreib`n
    sondern sie betrachtet
    als vergitterte Fenster
    für einen ehrlichen Blick
    hinter dem falschen Schein

    doch sollt`s so jemand geben
    so säh` ich in ihm doch nur dich
    denn niemals kann ich vergessen
    die Momente, als du mich berührtest
    tiefer als alles, was vormals je geschah

    und auch wenn wir uns niemals
    umarmen
    so will meine Seele erstreben
    ein Stück deines Wesens
    als Unterpfand für eine Zukunft
    weil das Wunder des Glücks geschah
    in einer Zeit
    als alle Hoffnung in mir
    erloschen schien

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