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Zizek, Nippel und Facebook

dass facebook nicht gerade ein ort gelebter demokratie ist, ist ja schon lange bekannt. und im prinzip kann man das einem kommerziellen unternehmen auch nicht mal vorwerfen.

aber der spass hört auf, wenn bei ’normalen‘ usern artikel geblockt werden (unsichtbar gemacht), die bei einem ‚renomierten‘ user stehen bleiben dürfen. so geschehen bei einem Artikel von Slavoj Žižek zum thema ‚repressive entsublimierung‚. auf den artikel selbst will ich gar nicht inhaltlich eingehen, obwohl er es wert wäre. aber es macht mich doch ganz schön wütend, dass die NZZ ihn bringen darf und ich (und andere user) nicht!

die werbeüberschrift („feministInnen rauben dem weiblichen körper den reiz“) und die nackte frau, die von einem mann auf händen getragen wird, gehen gewiss nicht auf das konto von Zizek, sondern auf dass der marketing-abteilung der NZZ. auch das ist nicht verwerflich. aber wenn das dazu führt, dass die moderatoren vom mount sugar die einen user blocken und einen anderen nicht, dann ist das ein eklatanter verstoss gegen den grundsatz der gleichbehandlung. und sowas darf nicht unwidersprochen bleiben.

wenn facebook keine nippel mag, aber mit anderen problematischen inhalten keine probleme hat – ok, dann muss man das (erst mal) hinnehmen. aber doppelstandards statt gemeinschaftsstandards, das geht nun wirklich nicht, liebes fratzenbuch!

4 Kommentare zu “Zizek, Nippel und Facebook

  1. der artikel wurde von facebook innerhalb von sekunden geblockt. wie machen die mods das? 😉
    nun ja, genaugenommen wurde das wohl das BILD geblockt 😉
    ich vermute mal stark, dass diese entscheidungen nicht von menschen gemacht werden, sondern von irgendeinem BOT.

  2. «Unsere Richtlinien zur Nacktheit sind mit der Zeit nuancierter geworden. Uns ist bewusst, dass Nacktheit aus vielen Gründen geteilt werden kann, u. a. als eine Form von Protest, zur Steigerung des Bewusstseins für eine bestimmte Sache oder aus Bildungs- oder medizinischen Gründen. Ist eine solche Absicht klar zu erkennen, erlauben wir unter Umständen solche Inhalte.»

    — antwort von fb auf eine anfrage der NZZ

  3. da der artikel auf der NZZ-seite bei facebook immer noch einsehbar ist, gehe ich davon aus, dass der doppelstandard bei facebook gewollt ist. man wird sich das merken müssen für die zu zukunft.

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