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Remake auf erweitertem Niveau

Bildergebnis für terminator dark fate

(geballte frauenpower 😉 )

Filmbesprechung: Terminator Dark Fate (USA 2019)

meine ursprüngliche motivation, mir diesen film anzuschauen, war die freude auf ein wiedersehen mit Linda Hamilton. aber schon nach wenige minuten geriet diese motivation in den hintergrund. der film erzeugt von anfang an eine spannung und psychologisch dichte atmosphäre. auch die dialoge und zwischenmenschlichen interaktionen wirken weitgehend gelungen.

die wirkung des film beruht also keineswegs nur auf den auftritt von Arnie und Sarah, sondern auch die anderen schauspieler wissen durchaus zu überzeugen. herausragend finde ich die rolle der Grace und die entwicklung von Dani in dem film, die meines erachtens sogar der eigentliche clou des film ist.

ein paar abstriche würde ich bei der rolle von Sarah machen: die sprüche von ihr wirken teilweise etwas zu klischeehaft und hölzern, aber insgesamt scheint mir das experiment, Sarah Connor als frau im ‚reiferen‘ alter darzustellen, gelungen zu sein.

Arnie bringt eine kräftige portion humor in das ganze rein. allerdings scheint mir für das thema ‚humanisierung von maschinenwesen‘ noch ein erheblicher philosophischer diskussionsbedarf zu bestehen.

als resümee muss ich sagen, dass, obgleich der film inhaltlich nichts neues im vergleich zum ersten und zweiten teil hinzufügt, er eine grössere ‚tiefe‘ hineinbringt.

die action-szenen wirken auf mich zum teil zu bombastisch und überfordern auge und gehirn. der schluss wirkt insgesamt sehr versöhnlich, auch wenn Grace ihr leben geben muss.

und sogar Sarah ‚verzeiht‘ am ende, dass ‚Carl‘ ihren sohn getötet hat und erkennt damit die ‚Menschlichkeit‘ des Terminators ‚mit künstlichem gewissen‘ an.

Prädikat: sehenswert und (sehr) unterhaltsam, auch wenn er sicher nicht der ganz grosse wurf ist; was bei einem remake aber auch nur schwer umsetzbar sein dürfte.

Ein Kommentar zu “Remake auf erweitertem Niveau

  1. „Wer die Großartigkeit des Weltzusammenhanges und dessen Notwendigkeiten zu ahnen begonnen hat, der verliert leicht sein eigenes kleines Ich. In Bewunderung versunken, wahrhaft demütig geworden, vergißt man zu leicht, daß man selbst ein Stück jener wirkenden Kräfte ist und es versuchen darf, nach dem Ausmaß seiner persönlichen Kraft ein Stückchen jenes notwendigen Ablaufes der Welt abzuändern, der Welt, in welcher das Kleine doch nicht minder wunderbar und bedeutsam ist als das Große.“
    (Freud über Leonardo da Vinci)

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