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Präventive Kriegsverhütung

Filmbesprechung: The Tomorrow War (USA 2021)

ich bin an sich kein grosser fan von zeit-science fiction, weil einfach die logischen widersprüche nicht gelöst werden können. da aber dieses genre allein schon durch die Marvel-produktionen (Avengers, Loki, demnächst Dr. Strange und Antman) ein grösseres publikum hat, scheint man diesen plot auch für andere filme gern verwenden zu wollen. dieser zusammenhang ist auch schon auf der personellen ebene sichtbar, weil der Hauptdarsteller von Chris Pratt verkörpert wird, der schon den Quill bei den Guardians of the Galaxy gespielt hat und auch in Endgame aufgetreten ist. allerdings wird das zeitreise-thema in Tomorrow War deutlich ‚behutsamer‘ eingesetzt.

Achtung Spoilergefahr!

in einiger zukunft wird die menschheit von alien-monstern überrannt und eine abordnung von zukunftssoldaten kommt in die gegenwart, um leute für diesen krieg zu rekrutieren (mir kamen da assoziationen zu Edge of Tomorrow von 2014). dabei wird kein hehl daraus gemacht, dass die lage düster aussieht. die gruppe, in der auch Dan (gespielt von Chris Pratt) dabei ist, geht für eine woche in die zukunft und bekommt die aufgabe, einige wissenschaftler und laborproben zu retten. der geniale clou dabei: der kommandierende offizier, der für die wissenschaftlichen forschungen zuständig ist, ist seine eigene tochter, die in der gegenwart noch ein kleines mädchen ist.

Chris Pratt (Bildquelle: wikipedia)

Zwei Blöcke mit sehr unterschiedlicher Qualität

der film ist mit über 2 stunden relativ lang. dabei empfand ich die erste hälfte als eher langweilig und die action-szenen hatten den charme von einem video-ballerspiel. ich war schon kurz davor, mir den film nicht weiter anzusehen, habe mich dann aber (gott sei dank!) anders entschieden. denn die zweite hälfte ist echt spannend und läuft teilweise zu echter höchstform auf (vieles entpuppt sich in der zweiten hälfte als wichtig, was vorher bereits vorbereitet, aber eben noch keinen sinn machte).

auf alle fälle läuft die ganze sache nach vielen überstandenen gefahren und vater-tochter-gesprächen darauf hinaus, dass der krieg gegen die aliens nicht gewonnen werden kann. darum soll Dan einen giftstoff, der gegen die aliens wirkt, mit in die gegenwart nehmen, damit dieser krieg erst gar nicht ausbrechen kann (der giftstoff wird selbstverständlich von der Tochter entwickelt). an dieser stelle beisst sich natürlich die logische katze selbst in den schwanz, denn ein krieg, der in der vergangenheit verhindert wird, kann natürlich auch in der zukunft nicht stattfinden.

oder um es mit den worten von Professor Hulk in Endgame zu sagen:

„Wenn man in die Vergangenheit reist, wird diese Vergangenheit zur Zukunft. Und das, was vorher die Gegenwart war, ist nun Vergangenheit – und kann nicht mehr verändert werden durch das, was du jetzt tust.“

ist doch klar, oder?! 😉

allerdings ist meines erachtens nicht die logik das ausschlaggebende bei diesen szenen, sondern die emotionale qualität der familienbeziehungen (der vater von Dan ist ebenfalls involviert und auch seine ehesituation). wenn man bedenkt, dass es der film schafft, diese ganze heftige gemengelage befriedengend aufzulösen, dann kann man die logiklücken und die erste ’schwache‘ hälfte schon milder gestimmt betrachten.

ein weiteres echtes highlight des films ist, wie sie es schaffen, das alien-raumschiff überhaupt zu finden.

aber das muss euch der vulkan-experte selbst erzählen! 😉

2 Kommentare zu “Präventive Kriegsverhütung

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