Mitteilung

aus gesundheitlichen gründen finden auf diesem blog zur zeit keine updates statt. ich bitte die leser daher um etwas geduld. ich hoffe, in etwa 3 bis 4 wochen wird die kreative pause beendet sein. :)

Gedanken zum “Romantischen”

Caspar David Friedrich, Der Wanderer über dem Nebelmeer

Caspar David Friedrich, Der Wanderer über dem Nebelmeer

historisch war die romantik eine gegenbewegung zum
einseitigen (industriellen)
rationalismus.
die romantik betont die bedeutung der gefühle
und der leidenschaften für den menschen und
seine erkenntnisse.
man könnte also sagen, aus der romantik ergäben
sich die forderungen:

– die (natur)wissenschaft mit einer transzendentalen
philosophie zu verbinden

– (wirtschaftliches) wachstum an eine (höhere)
ethik zu binden

– jedes wissen in seinem “praktischen nutzen” (man
verzeihe den etwas vulgärmaterialistischen ausdruck)
für das “wohlbefinden” in leiblicher UND seelischer
hinsicht zu betrachten, denn der “mensch lebt nicht
vom brot allein”, sondern will teilhaben am wissen
und den prozessen in der welt

auch wenn also die romantik vielen als innerer
(regressiver) rückzug erscheint (was sie zweifellos
in teilen auch war und ist), so ist sie doch auch
eminent politisch auslegbar und ist meines erachtens ein
wichtiges bindeglied zur aussöhnung von ICH und
welt auf dem weg zu mehr “ganzheitlichkeit”; was
ja auch tatsächlich mit dem korrespondiert, dass
“alles mit allem zusammenhängt”.

***

ich glaube
das “Romantische”
zeigt sich nicht 
in einem “System” 
einer “Philosophie” 
einer spirituellen Lehre 
oder gar Religion 
es gibt dafür keine 
“Kriterien” 
kein Urmeter 
keine Skala von 
Null bis Zehn 

das Romantische 
zeigt sich 
im Tun deiner Liebe 
im Ausdruck deines Gefühls 
im Leuchten deines Blicks 
wenn du an den Liebsten denkst 
die Zärtlichkeit deiner 
Liebkosungen 
die Sanftheit deiner Worte 
und Berührungen 
den Schmerz und die Tränen 
wenn dir der Andere so fern 
oder gar unerreichbar

Romantik ist eine Haltung 
eine Lebenseinstellung 
das, was dein Herz atmet 
wenn es in Freiheit 
sich selbst ausdrückt 
der Weg zu lieben 
wo es unmöglich ist

die Liebe fragt nicht 
was sie ist 
sie liebt 
es ist ihre Natur 
Quadrat und Kreis 
zu setzen in Eins

Begegnungen

Begegnungen

die grosse Börse 
der Begegnungen 
manchmal das Tor 
zu einer anderen 
bess´ren Welt 
manchmal auch der Abgrund 
in die eigenen Hoffnungen 
und Illusionen 
die zerschellen müssen
an den messerscharfen Klippen 
der Wirklichkeit 

aber wir können vertrau´n
unseren Gefühlen 
und der Liebe 
die unser Schiff führ´n werden 
in ruhigere Gewässer

auch wenn´s tost 
und braust 
um unsere Ohren 
wir bleiben fest 
im Streben 
dass unser Kurs 
uns bringt 
ans Ziel 

wir wollen uns´re Zweifel 
als Anker seh´n
der uns hält 
wo sonst nur ein Schwanken 
auf den Wellen wär´

sie können uns aber 
nicht berauben 
der Hoffnung 
dass am Ende 
das Glück und die Erfüllung
meines Lebens Leidenschaft 
dein Antlitz 
tragen wird 

ich glaube es 
- mit aller Kraft

SchattenMeer

Gartenblumen

der Sonne Strahlen
wirft uns´re Schatten
in das Meer der Blumen
die erblüh´n
angesichts unserer Liebe
die hält beieinander
uns´re Seel´n

wenn die Welt
an ihren Stürmen
zerstobt

schau ich in dein
lieblich´ Antlitz
das mir gibt
so viel Trost

ich weiss
dass das Gute
nicht ersterben kann
denn du bist
in mir
das mir das Höchste sei

der liebe Gott
wirds mir verzeih´n
in der Ewigkeit
mag alles vergessen sein
jedoch hiernieden
ist jeder Blick von dir
mein Paradies
das mich hält

gefangen bitter süß

Die ewigen Gärten

rodin_liebende

ich möcht´ dir sagen
wie sehr ich dich begehr´
direkt in deine Augen
in die ich mich verlier´

ich möcht´dich hören
deine Stimme
die ich nie vernahm
die mir von Dingen spricht
die mich aufwühl´n
als seist du ein Orkan

ich möcht´ dich küssen
deinen Mund
dessen Sinnlichkeit
mich betört und zerfliesst
in den Ozean
uralter geahnter Träume
die noch nie gelebt

ich möcht´nach dir streben
solang´ich atme
denn mein Leben
hat ohne dich
seinen Sinn verlor´n

ich möcht´halten
dein wunderschönes Angesicht
und mein Blick
zu dir
lässt´s erspür´n
du bist
der kostbarste Schatz
meiner Seele

die durch dich erblüht

in den ewigen Gärten
der Liebe Gärtnerin

Tanz im AbendRot

Abendrot_kass

sie tanzt 
vor einem blassen Himmel 
das Abendrot 
wirft tiefe Schatten 
in ihr Kleid
das Glück 
macht ihre Schritte federnd 
und  der Augen Leuchten
voll von Liebe 
die Welt umfangend 
mit beiden Armen 
den neugierigen Geist 
gerichtet auf Alles 
was dich bewegt

meine Erinnerung doch
wird bleiben 
an deine Güte 
und Wahrhaftigkeit 

die Schönheit 
die dich zart umschmeichelt 
wie der Rahmen das Bild
sah ich erst 
als mein Herz 
schon stand in Flammen 
für dein Wesen 
das mir Erfüllung verhiess

die Sonne geht schon langsam 
unter 
und meine Erinnerung 
verblasst
in ihren fahlen Strahlen 
vor dem weiterfliessenden Leben 

das schwarze Loch ist riesengross 
Nichts kann dich je 
aus mir entreissen

ich will leben 
mit dieser Seelen Wunde 
denn sie wird mich stets 
zu dir zurückführ´n 
an die Zeit 
als du mir näher warst 
als mein eigen`Herz

[editorischer Hinweis: ursprünglich verfasst am 5. März 2013; hier leicht überarbeitet]

VenusTraum

Venus von Milo

Venus von Milo

du entstiegst
dem Meer der Schönheit
die meine Seele sucht
von Anbeginn aller Zeit
du gabst mir den Sinn
deine Kunst zu versteh`n
der Musen Sinnlichkeit
verführte mich
dich zu lieben

auch wenn du entrückt
dein Wirken bleibt lebendig
in meiner Wirklichkeit
bist du der Zenit
der mich treibt zum Höchsten
empor

ich kehre Heim
in die Halle der Ahnen
in ihrer olympischen Ehre
und mein Platz
ist bei dir
zu deinen Füssen
will ich mich betten
o, Vermächtnis der Aphrodite!
süßester Traum

moderne_venus

Liebeslied

lyra_antik
Wie soll ich meine Seele halten, dass
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden, stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Spieler hat uns in der Hand?
O süßes Lied.

(Rainer Maria Rilke)

Zärtlichkeit der Lyra

geo_frauin des Winters Abschied 
liegt ein Hauch von Trauer 
über das verlor`ne Grau 
das mich schütz(t)e 
vor dem Leuchten 
deiner Gegenwart 

ich war das Gefäss 
das deine Töne dankbar aufnahm 
und umfomte 
in meine Metamorphose 
vom Schlangenei 
zur Heilung der Narben
verletzter Gefühle 

meine Seele jubilierte 
als sie fand 
die fehlende Inspiration
die mein Herz ergänzte 
zum Fluss der Menschheit 
auf dem Pfad des 
Selbstgenusses 

ich will trinken 
aus der Weisheit Quelle 
und dein Lied weitersingen 
mit dem Leib 
den den du geformt 
aus deiner HerzensGüte
die mich fand 
verdurstend im Überfluss des Strandes 
geselliger Einsamkeit
findend die einz`ge Perle 
die in mir erblühen konnte 
in der Freundschaft weichen Sand 

ich kann nur sprechen 
zu dir 
mit der Zärtlichkeit der Lyra 
denn nur dann bist du wirklich nah 
in den Zwischenräumen der Stille 
in unendlich kostbaren Momenten 
der Unbewegtheit der Welt 

in meiner Betrachtung 
fühle ich die Gegenwart 
deines Geistes in mir 
und folge deinem Ruf: 
sei du selbst 
und vergiss Mein nicht 
denn es gibt kein Wissen 
ohne Herz 
und keinen Fortschritt 
ohne Gnade 
Folge dem Weg deiner Liebe 
und du wirst mich finden 
auch in den dunkelsten Stunden 
- sei dir ein Licht!

DrahtseilAkt

mondhalter

Wandeln auf einem
schmalen Grat
auf jeder Seite
Absturzgefahr
ist der Weg in der Mitte
denn immer der Beste?
die innere Balance halten
ist gut
aber ohne Risiko
kein Gewinn
keine Freud´
und jede Schramme
wenn wir fallen
wird uns erinnern daran
dass wir wieder aufgestanden sind

der Drahtseilakt des Lebens
worin er besteht?
Geduld zu üben
wenn Handeln hohle Geste wär´
und mutig werfen Alles in die Waagschal´
wenn die Stunde der Chance geschlagen hat

wir sind das Werkzeug
in den Händen der göttlichen Manifestation
das sich seiner selbst
bewusst geworden ist
im Einklang sein
mit sich und seinem Platz in der Welt
und Finden das Du
welches das Herz mit Glück erfüllt

Mensch,
was willst du mehr!

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